PROJEKT:
KULTURHISTORISCHER
ERINNERUNGSORT

PÖPPENDORFER LAGER

Pöppendorfer Lager

von 1945 - 51 Durchgangslager und Zuflucht für 1 Mio. Menschen

Wir begrüßen Sie am Erinnerungsort „Pöppendorfer Lager"

1945 wurde auf dem Gelände der Gemarkung Waldhusen/Pöppendorf (Stadtteil: Lübeck-Kücknitz) ein Durchgangslager mit rund 100.000 m² Fläche errichtet: das Pöppendorfer Lager.

Das Pöppendorfer Lager war eines der größten Durchgangslager in Schleswig-Holstein und ist signifikanter Teil der neueren Lübecker Stadtgeschichte. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fanden ca. 1 Million Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten hier ihre erste Aufnahme, aber auch Displaced Persons wurden von der Britischen Militärregierung im Pöppendorfer Lager untergebracht.

Das Ende des II. Weltkrieges jährte sich 2015 zum 70. Mal und die Zeugnisse dieser Zeit dürfen für die Erinnerungsarbeit nicht in Vergessenheit geraten, stellen sie doch ein Mahnmal für nachfolgende Generationen dar. Das Pöppendorfer Lager kann daher eine Erinnerungsstätte sein, anhand der die Geschichte von Flüchtlingen und Vertriebenen von damals sichtbar gemacht und einen Brückenschlag zur Situation heutiger Flüchtlinge und Zugewanderten geschaffen werden könnte.

Im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk findet in der Zeit vom 28.10.2018 bis zum 28.04.2019 die Sonderausstellung
"VERTRIEBEN – VERLOREN – VERTEILT - Drehscheibe Pöppendorf 1945 - 1951"
statt.Buch Titelseite

Anlässlich dieser Sonderausstellung werden zahlreiche Termine angeboten.

Ergänzend zu der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie und Arbeiterkultur e.V. eine Dokumentation in Buchform herausgegeben.
Zu beziehen für 10,00 EUR im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.